Ort
Von der Indianersiedlung zur artemiade
In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Gelände zwischen dem Kölner Südfriedhof und den Bahngleisen vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer kinderreichen Familien zur Besiedelung übergeben.
Frei von allen Vorschriften wurde hier gebaut, aus allem, was zur Verfügung stand. Es entstand ein lockeres Dorf, mit Wegen, die die Funktion von Hausfluren haben.
Das Quartier zog eine bunte Mischung von Menschen aus allen Schichten an, die sich ein Stück alternativen Lebensraumes erobern wollten: Arbeiter und Akademiker, Handwerker, Künstler und Leute mit wenig Geld.
Abrißpläne, Pläne zur Friedhofserweiterung und der eventuelle Verkauf des Geländes an Spekulanten drohten über lange Jahre die Siedlung zu zerstören, konnten aber durch die Eigeninitiative der Bewohner immer wieder verhindert werden.
2001 gründeten die Siedler eine Genossenschaft, und kauften 2003 das Areal, auf dem ihre Häuser und Gärten standen, dem bisherigen Eigentümer, der Bahn, ab.
In diesem organisch gewachsenen Ort kultureller Vielfalt - welcher Ort könnte inspirierender sein – entstand die Idee der artemiade,(gesprochen »Art em Jaade«, kölsch für »Kunst im Garten«)
Auf den verzweigten Wegen, den kleinen Plätzen und in den Gärten werden Plastiken, Performances, und Installationen von 30 Künstlern, sowie Konzerte und Sessions von fast 50 Musikern zu erleben sein, die dort ortsbezogen entstehen.